Workshop

Klimasparplan und Transformationsfonds: wirksame Instrumente zur Mobilisierung von Bürger*innenkapital?

Kommunen, FaFin vor Ort, Projekte
12. März 2026

FaFin-Geschäftsführer Markus Duscha brachte im Februar erste Ergebnisse des Projekts „FinanzWIRtschaft – Transformation lokal finanzieren“  ein in den Workshop vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) und nahm daraus wichtige Impulse für das Projekt mit.

Duscha Schriesheim Rheintal 2008

Aufbauend auf Vorschlägen des Sustainable Finance Beirats (SFB) der vorherigen Bundesregierung beschäftigt sich das Forum Ökologisch – Soziale Marktwirtschaft (FÖS) mit konkreten Möglichkeiten, wie ein „Klimasparplan“ für Bürgerinnen und Bürger aussehen könnte. Ein Workshop im Februar 2026 bot die Möglichkeit des fachlichen Austausches dazu.

Zunächst zeigte Markus Duscha eine Übersicht über die seit Dezember 2025 vorliegende Analyse im Rahmen des Projekts FinanzWIRtschaft: Wo liegen Hemmnisse und Erfolgsfaktoren für die Einbeziehung von Bürger*innen, insbesondere in Hinblick auf die Rolle regionaler Banken? FaFin erarbeitet im Rahmen dieses Projekts zur Zeit über die Analyse hinaus gemeinsam mit der Bürgerbewegung Finanzwende – unterstützt durch die European Climate Foundation – Vorschläge, wie eine stärkere finanzielle Bürger:innenbeteiligung an der Energiewende vor Ort erreicht werden kann.

Anschließend stellte Silke Stremlau, ehemalige Vorsitzendes SFBs und nun Geschäftsführerin von Finance4Transition die Vorschläge des SFBs zu Klimasparplan und Transformationsfonds vor. Ziel dieser beiden Instrumente soll sein, das in der Summe sehr große Geldvermögen der Bürger:innen stärker als bisher für den Klimaschutz zu mobilisieren. Der Klimasparplan wäre ein Produkt für alle Bürger:innen, der Transformationsfonds für vermögende Privatanleger:innen. Unter jeweils einem gemeinsamen Dachnamen soll die Finanzwelt entsprechende Produkte mit festen Eckpunkten anbieten und damit Klimaschutz-/Nachhaltigkeitsmaßnahmen finanzieren. Eine (Teil-)Befreiung der Erträge von der Kapitalertragssteuer soll in beiden Fällen ein zentraler Motivationspunkt für diese Produkte sein.

Angelika Stahl von der GLS Bank kommentierte anschließend aus der Sicht ihrer Bank diese Vorschläge.

Aus der Perspektive des Fair Finance Institutes waren die folgenden Aspekte und Fragen in der sich anschließenden Diskussion mit den Teilnehmenden des Workshops besonders interessant:

  • Die vom SFB vorgeschlagene (Teil-)Befreiung von der Kapitalertragssteuer sollte nur für kleinere Anlagebeträge gelten.
  • Wenn es eine staatliche Unterstützung solcher Produkte gibt, sollte man aus den Erfahrungen der Riester-/Rürup-Renten lernen und nicht vergleichbare Fehler machen.
  • Welche Rolle können ELTIFs bei der Bürger*innenbeteiligung spielen vor dem Hintergrund der überarbeiteten Rahmenbedingungen auf EU-Ebene?
  • Wie lassen sich die vorgestellten Ansätze, die originär zunächst ohne regionalen Bezug auskommen, nutzen für die Idee des FinanzWIRtschafts-Projekts, auch die Beteiligung der Bevölkerung direkt vor Ort zu stärken?

 

Ansprechpartner im Fair Finance Institute: Markus Duscha

fafin logo

Kontakt aufnehmen

Wir freuen uns darauf, Sie kennenzulernen! Kommen Sie gerne via E-Mail oder Telefon auf uns zu.