Insgesamt zeigt sich: Für eine Beteiligung der Bürger*innen steht ein breites Spektrum an Finanzinstrumenten zur Verfügung – von Fremd- über Eigen- bis hin zu Mezzanine-Kapitalformen. Diese Flexibilität erleichtert passgenaue Lösungen, erschwert aber zugleich eine Standardisierung, die die Umsetzung vereinfachen würde. Bürger*innen-Beteiligung ist gegenwärtig zudem selten notwendig, um fehlendes Kapital auszugleichen. Deshalb wird der Mehraufwand dafür häufig vermieden.
Doch angesichts wachsender Investitionsbedarfe und der hohen Bedeutung von Akzeptanz, Motivation und regionaler Wertschöpfung könnte sie künftig ein zunehmend wichtiges Element der Klimaschutzfinanzierung sein. Regionale Banken als Akteure vor Ort könnten dabei eine größere Rolle als bisher übernehmen, wenn bestehende Hemmnisse reduziert werden. Hierzu zählen unter anderem ein noch zu geringes Know-How vor Ort zu nachhaltigen (regionalen) Finanzprodukten, ausbaubare Standardfinanzprodukte und ggfs. höhere Risiken für die Anlegenden aufgrund lokal konzentrierter Investitionen. Es kann aber auf erfolgreiche Ansätze zur Ausweitung der finanziellen Bürger*innenbeteiligung zurückgegriffen werden: von speziellen Sparbriefen bis hin zu von regionalen Banken initiierten Bürgerenergiegenossenschaften.
Im Projekt FinanzWIRtschaft werden auf dieser Analyse aufbauend in noch folgenden Schritten Maßnahmen entwickelt, die eine breitere Beteiligung der Bürger*innen zur Finanzierung des Klimaschutzes vor Ort ermöglichen sollen.
Die Status quo-Analyse kann hier heruntergeladen werden.
Das Projekt wird gefördert durch die European Climate Foundation.
Ansprechpartner im Fair Finance Institute: Markus Duscha


