In den kommenden Jahren sind private und öffentliche Investitionen in erheblichem Ausmaß erforderlich, um Transformationsvorhaben wie die Energie- und Wärmewende, die Mobilitätswende, Klimaschutz- und Klimaanpassungsmaßnahmen etc. umsetzen zu können. Dies führt zu der doppelten Herausforderung, dass einerseits schon heute getätigte Investitionsvolumina stärker in nachhaltige Vorhaben gelenkt werden müssen und andererseits mehr privates Kapital mobilisiert werden muss, um z.B. auch Transformationsvorhaben in Kommunen und öffentlichen Unternehmen finanzieren zu können. Privates Kapital verlangt jedoch fundierte Nachhaltigkeitsnachweise. In der Vergangenheit sind dafür bereits verschiedene Metriken und Taxonomien entwickelt worden. Um unnötig hohe Transaktionskosten oder sogar unüberwindbare Barrieren zwischen dem privaten und dem öffentlichen Sektor zu vermeiden, braucht es eine gemeinsame „Sprache“ sowie kompatible Prozesse von öffentlichen und privaten Akteuren, um hinreichend investive Impacts für die Transformation finanziell stemmen zu
können. Das Paper analysiert deshalb die Anschlussfähigkeit zwischen dem privaten Impact Investing und dem wirkungsorientierten Investieren in Kommunen:
Sind Bewertungslogiken, -prozesse und -indikatoren schon jetzt kompatibel? Wo zeigen sich Anpassungsbedarfe?
Dazu werden exemplarisch zwei kommunale Handlungsfelder betrachtet, in denen schon heute die Logik des Impact Investing relevant wird: Nachhaltigkeitshaushalte sowie grüne Schuldscheine von Kommunen. Der Vergleich veranschaulicht, dass zwischen dem privaten Impact Investing und der wirkungsorientierten Nachhaltigkeitssteuerung der öffentlichen Hand durchaus Schnittmengen und Anschlussfähigkeiten bestehen, die aber noch deutlich ausbaubar sind. Neben konkreten Refinanzierungsfragen können Kommunen die Herangehensweise und Standards des Impact Investing außerdem nutzen, um ihr eigenes Wirkungsmanagement zu optimieren.
Download des Papers hier.
Ansprechpartner im FaFin: Markus Duscha
Das vorliegende Policy-Paper ist im Rahmen des von der EU geförderten Projekts „COLLE€T – Collectively Enabling Effective Climate Investments“ (Projektnummer: SGA NZC 101121530) entstanden.





