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EU Sustainable Finance Framework

Konsistenz und Ambition gewährleisten

Regulierung
30. Mai 2024

Themenfeld: EU Sustainable Finance

Bearbeitung: Climate & Company (Projektleitung), Fair Finance Institute, Lisa Knob (Uni Kassel)

Gefördert durch: Umweltbundesamt (UBA)

Laufzeit: 09/2023 bis 02/2025

A diverse hands coming together in a symbol of unity, emphasizing the importance of harmony among people. Generative AI

Worum geht es?

Die Anforderungen der EUTaxonomie, der Offenlegungs-Verordnung (SFDR), der EU-Nachhaltigkeitsrichtlinie (CSRD), der Benchmark-Verordnung usw. müssen optimal miteinander verbunden sein und ein hohes Maß an Ambition aufweisen, wenn die Real- und Finanzwirtschaft wirksam zu den Umweltzielen der EU beitragen soll.

Hintergrund

Bislang sind die Anforderungen der wichtigsten Instrumente des EU Sustainable Finance Frameworks (Taxonomie, SFDR, CSRD, Benchmark-Verordnung usw.) nicht optimal miteinander verbunden. Der Mangel an Kohärenz und Konsistenz zwischen den Instrumenten schränkt die Akzeptanz und Einhaltung der Anforderungen ein und hindert den Markt daran, das volle Potenzial des Rahmens auszuschöpfen. Innerhalb dieses Rahmens ist die EU-Taxonomie ein wichtiges Element. Sie liefert Kriterien, anhand derer die Finanzmärkte ökologisch-nachhaltige Wirtschaftstätigkeiten auf wissenschaftlicher Grundlage identifizieren und klassifizieren sollten. Eine gute Umsetzung trägt dazu bei, die Finanzströme auf die Ziele des europäischen Green Deal umzulenken.

Über das Projekt

Das Projekt zielt darauf ab, ambitionierte und kohärente Kriterien im EU Sustainable Finance Framework zu gewährleisten. Die Instrumente (z. B. EU-Taxonomie, CSRD, SFDR usw.) müssen ambitioniert sein, um Wirtschaftssektoren einbeziehen zu können, die ehrgeizige Umweltanforderungen erfüllen. Auf diese Weise erhalten die Finanzmärkte Informationen darüber, welche Investitionen wissenschaftlich nachhaltig sind. Dies wird dazu beitragen, gestrandete Vermögenswerte und das Verfehlen von Klima- und Umweltzielen zu vermeiden. Daher muss die Kohärenz zwischen Instrumenten wie der EU-Taxonomie, der CSRD und der SFDR verbessert werden, um das Vertrauen der Marktteilnehmer in die Nachhaltigkeits-Bewertung und -berichterstattung zu stärken. Konsistenz und Kohärenz werden die Effizienz des EU Sustainable Finance Frameworks sicherstellen. Das Fair Finance Institute arbeitet in diesem Projekt mit Climate & Company und Lisa Knob von der Universität Kassel zusammen. Das Projekt wird im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt.

Was wir leisten

  • Identifizierung von Lücken in der EU-Taxonomie: Um mögliche Lücken in der EU-Taxonomie zu identifizieren, haben wir zunächst frühere Empfehlungen der Plattform für nachhaltige Finanzen an die EU-Kommission untersucht, die auf Berichten vom März und Oktober 2022 basieren. Anschließend analysierten wir, welche empfohlenen Aktivitäten in den delegierten Rechtsakt für den Umweltschutz (C(2023)3851) aufgenommen wurden, um festzustellen, welche Aktivitäten in Zukunft möglicherweise noch berücksichtigt werden könnten.
  • Kohärenz des EU Sustainable Finance Frameworks: In jedem Prozess kann es zu Unstimmigkeiten kommen. Das EU Sustainable Finance Framework hat die Rückmeldung erhalten, dass es Inkonsistenzen und Inkohärenzen enthält. Zum Beispiel kann das Anspruchsniveau für dieselbe Umweltdimension in den verschiedenen Instrumenten unterschiedlich sein. Um Unstimmigkeiten zu identifizieren, werden wir eine inhaltliche Gegenüberstellung der Schlüsselkriterien verschiedener Instrumente sowie eine Umsetzung ausgewählter Anpassungen, Harmonisierungen und Optimierungen durchführen.
  • Harmonisierung des EU Sustainable Finance Frameworks: Wir zeigen Diskrepanzen in der Abstimmung zwischen verschiedenen Regelungen zu Sustainable Finance auf und formulieren umfassende Empfehlungen zur Straffung und Harmonisierung des Rahmens.

 

Themen

  • EU-Taxonomie
  • ESRS (einheitliche europäische Nachhaltigkeits-Berichtsstandards)
  • SFDR (Offenlegungs-Verordnung)

 

Team (FaFin)

  • Markus Duscha
  • Walter Kern
  • Katharina Meyhöfer
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