Kurzbericht zur iff-Konferenz 2026

Panel zu nachhaltiger Geldanlage

FaFin vor Ort, Finanzen
7. Juli 2026

Es gibt viel Schatten, aber auch einiges an Licht – und zudem Gründe, die Anlass zu Hoffnung geben. So ließe sich die Podiumsdiskussion “Quo vadis nachhaltige Geldanlage? Was bedeutet die EU-Regulierung für die Verbraucher:innen?” zusammenfassen, die im Rahmen der Jahreskonferenz des instituts für finanzdienstleistungen (iff) am 19. Juni 2026 in Hamburg stattfand. FaFin-Geschäftsführerin Gesa Vögele moderierte die Runde.

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Ausgangspunkt war ein Überblick zu den Sustainable-Finance-Omnibus-Paketen und eine Rückschau auf die vergangenen Jahre. Im Verlauf der Diskussion zeigte sich, dass diese zwar Fortschritte gebracht haben und es Verbesserungen gab – zum Beispiel durchaus auch bei der Datenlage. Andererseits waren einige vom Grundsatz positiv zu beurteilende Maßnahmen, insbesondere die verpflichtende Nachhaltigkeitsfrage in der Finanzberatung, nicht gut auf die Bedürfnisse von Verbraucherinnen und Verbrauchern abgestimmt. Zudem spricht einiges dafür, dass der Gegenwind, der nachhaltigen Geldanlagen und Sustainable Finance derzeit entgegenweht, auch Verbraucherinnen und Verbrauchern beeinflusst.

Die Omnibus-Maßnahmen erhielten eine gemischte Beurteilung. Unter anderem wurde angemerkt, dass sie sich eher ungünstig auf die für die nachhaltige Geldanlage so wichtige Datenverfügbarkeit auswirken, andererseits Vereinfachungen aber auch positiv zu beurteilen seien. Die geplante Revision der Offenlegungsverordnung (SFDR 2.0) mit den drei neuen Produktkategorien – ESG Basic, Sustainable und Transition – wurde positiv beurteilt. Zu diesem Thema stellte das Auditorium viele Fragen und diskutierte aktiv mit.

Auch wenn bei der SFDR 2.0 noch viele Details offen sind, kann sie mit ihren von vielen als Fortschritt bewerteten Neuerungen ein Anlass sein, positiv gestimmt in die Zukunft zu schauen. Zudem erwarten Vertreter*innen des Panels, dass Sustainable Finance allgemein und an nachhaltigen Geldanlagen interessierte Verbraucher und Verbraucherinnen künftig von technologischen Entwicklungen profitieren können.

Ein herzlicher Dank für die lebhafte Diskussion gilt neben dem Auditorium dem Panel bestehend aus:

  • Matthias Francke (Anlageberater)
  • Prof. Dr. Wolf-Georg Ringe (Universität Hamburg)
  • Anke Behn (Verbraucherzentrale Bremen e.V.)
  • Dr. Simone Wagner (Advanced Impact Research GmbH (AIR))

 

Ein ganz besonderer Dank gilt darüber hinaus dem iff für die Ausrichtung dieser wichtigen Konferenz und dieses Panels sowie für die Einladung, diese Diskussionsrunde zu moderieren.

Weitere Informationen:

Foto ©: Minor-U, Digital Media

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